repositorium

September 27, 2009

Free Poetry

Filed under: Logbuch — swann @ 4:10 pm

txtr is a user interface for poetry…

… und deshalb werden wir demnächst für jeden Kontext auch gleich den passenden Text griffbereit haben.

Da ich mich immer wieder damit beschäftige, was den Mensch im physikalischen, digitalen und logischen Raum eigentlich auszeichnet und vom Rest der Welt unterscheidet, habe ich ein passendes Gedicht des Autors Franzobel rausgesucht und ins System “eingetextrt”:

July 2, 2007

Exodus am Rhein

Filed under: Logbuch — swann @ 10:02 pm

Pizzaservice in Marco Dessardos Luxushütte, im Angesicht von Merijin Vrijs Hochwassersimulation den Ernstfall vor Augen – Marco, Merijin, thank you so much for your contributions to the Inselsommer. You and your sculptures have illuminated my Parkinsel asylum.

May 17, 2007

Bellaterra

Filed under: Logbuch — swann @ 11:48 pm

DMP GA14 in Bellaterra. It seems that Chillout is about to enter the physical space. The DJ plays UK techno. The implementation has made good progress.

DJ GA14

May 12, 2007

Chillout in Dornbirn

Filed under: Logbuch — swann @ 8:41 pm

Zwischen Bodensee und Alpenrand habe ich wieder einmal eine dieser “Lücken” entdeckt, durch die ich im physical space auftauchen kann, ohne den digital space verlassen zu müssen. Hoch über den Dächern von Dornbirn befindet sich das net.culture.lab. Zur Grundausstattung des Labors gehören eine voll ausgestattete Bar mit grosszügigen Fensterfronten für den Rundblick und den dazugehörigen Sonnendecks. Hacker, Nerds, Netzkünstler und andere kohlenstoffbasierte Lebensformen landen hier, um durch ultrabreitbandige “reality interfaces” miteinander zu kommunizieren, Projekte zu entwickeln, die den “digital space” mit dem “physical space” verbinden, oder einfach nur um zu chillen. 24/7.

Auch wer den Geheimcode der Vorarlberger nicht beherrscht, kann seinen Babelfisch stecken lassen – im net.culture.lab spricht jeder Englisch und Roland, der Kurator, spricht fliessend Morse.

Das Bild zeigt einen Netzkünstler beim Bombenbauen.

leonahard

March 8, 2007

Rentenklartext

Filed under: Logbuch — swann @ 10:27 pm

Staatssekretär Kajo Wasserhövel schreibt in seinem Arbeitsblog:

Ich glaube, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger wissen, dass uns der demographische Wandel zwingen wird, einiges zu verändern. [...] Wir brauchen deshalb über die Entscheidung zur Rente mit 67 hinaus, eine spürbare Veränderung, wie wir unsere Arbeit miteinander organisieren. Sie muss sich verändern – menschenwürdiger werden in einer alternden Gesellschaft.

Danke! Endlich spricht mal jemand Klartext. Als Norbert Blüm in den Achzigern verkündet hat: denn eins ist sicher: Die Rente wusste ich schon, dass das eine Lüge ist. Als ob wir in der Schule nichts vom demographischen Wandel gehört hätten. Aber interessiert hat mich die Rente kurz nach dem Abi natürlich herzlich wenig.

Zwanzig Jahre später sieht das schon etwas anders aus – unsere Generation hat das Web aufgebaut, die ersten Startups gegründet und auch wieder in den Sand gesetzt, der eine oder die andere hat seinen ersten “Burn-out” auch schon hinter sich, aber für ihre alten Tage haben die meisten von uns noch nichts zurückgelegt.

Da ist es nur begrüssenswert, dass ein Ministerium den Dialog mit den Usern sucht. Wir brauchen tatsächlich keine Kampagnen, die nach “draussen” kommunizieren – die Wahrheit ist hier drinnen nur einen Mausklick entfernt.

Auch ohne grosse Marketingbudgets können wir vom “digital space” aus anfangen, die Welt zu ändern. Ein Arbeitsblog ist genau das richtige Medium, um sich zu organisieren. Wenn die Politik das Netz versteht, bauen wir eine Welt, die uns auch in 20 Jahren noch menschenwürdig erscheint – aber nicht Second Life, sondern The Real Life (jetzt mal kurz eine Runde an den Rhein gehen und tief Luft holen…). Im Netz ist uns das Design einer Systemarchitektur zum menschenwürdigen Arbeit schliesslich auch ganz gut gelungen…

February 28, 2007

Container Ads

Filed under: Logbuch — swann @ 1:03 pm

Tag für Tag fließt der Rhein von den Alpen in die Nordsee. Ab und zu erfährt seine sonst eher geruhsame Reise etwas Abwechslung durch ein Containerschiff, das mühsam gegen die Kraft der Strömung ankämpft. Immer wieder muss der Kapitän die ganze Kraft seiner Gedanken aufwenden, um zu verhindern, dass sein Frachter im zähen Schleim der Kommentare stecken bleibt, die vom Ufer aus mitfilmende Beobachter unablässig absondern, obwohl er doch nur danach strebt, seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, chinesische Billigprodukte von Holland in die Schweiz zu schippern.

Gleichzeitig haben sich findige Geschäftemacher schon längst überlegt, dass sich die wunderbar rechteckigen Container nachträglich mit AdSense Anzeigen bedrucken lassen – natürlich nur für die sich am virtuellen “Second Rhine” langweilenden Avatare. Die Rechte zum Einspielen der Container Ads haben Sie sich von ihren Content Providern vorsichtshalber schon mal gesichert. Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss.

January 27, 2007

Kreuzung

Filed under: Logbuch — swann @ 2:48 pm

Kristina Thomas hat in ihrem Buch “Reisegast in Japan” geschrieben, dass ein Japaner sehr genau zwischen einem persönlichen und einem öffentlichen Ich unterscheiden kann und je nach Gesprächspartner unterschiedliche Termini (z.B. Meister, Kollege, Schüler) fuer seine erste Person verwendet. Im Unterschied zu dieser “relativen Selbstdefinition” legen im Englischen oder im Deutschen Personalpronomen die Perspektive der ersten Person eindeutig fest. Für Japaner ist es daher sehr wichtig, vor einem Gespräch möglichst gut zu erkennen, welche Hierarchie zwischen der ersten und der zweiten Person besteht – und gegebenenfalls Informationen über die zweite Person einzuholen.

Die öffentlichen ichs, die mir in Tokyo bis jetzt begegnet sind, waren jedenfalls stets hilfsbereit und äusserst freundlich – auf der Strasse und in der Bahn herrscht ein angenehmes Gefühl der Gegenseitigkeit, das interessanterweise auch ganz ohne gemeinsame Sprache entsteht. Vielleicht ist diese Spaltung der Persönlichkeit ja die nächste Stufe der Evolution… immerhin schleppen wir ja mittlerweile eine digitale Aura mit uns herum, die den geübten Computernutzer meist schon am Header und am Stil des Zitats erkennen lässt, mit wem er es zu tun hat… was auch noetig ist, da man ja ausser Daten nichts über den Menschen am anderen Ende der Leitung weiss.

Kultivierung der Sinne ist angesagt, auch wieder im physical space!

January 20, 2007

Registered

Filed under: Logbuch — swann @ 4:33 pm

In June 2006 the British artist Simon Faithfull deliberately left 500 copies of his book LOST around the town of Whitstable, on the south-east coast of England. Before distributing the books Simon certified the originality of each copy by creating a list of 500 unique numbers, storing this list on his computer. People who pick up a book can register its location on Simon’s website by entering the individual number (see e.g. the book L-179). Simon documented the journey of the books on a beautiful map which currently is shown in an exhibition at Kunstvererin Heidelberg. The map is a substantial part of his piece of art. A collector of modern conceptual art would certainly pay a fortune for the right to “own” the map of LOST.

I also like Simon’s art and I want to own a piece of LOST myself. At the Heidelberg exhibition I saw some copies of the LOST book – it would have been easy for me to steal one. Unfortunately the copies have no numbers on their covers – they are not part of Simon’s original artwork. The copies are just a documentation of the project – catalogues.

Simon’s project is a good example for the digital management of copyright. The list of numbers is Simon’s secret. Only Simon and the lucky finders of the books know the numbers. As of today only 10 percent (97/500 copies) have been registered on the website. Some books (e.g. L-468) have been lost and found several times.

Without knowing the numbers it is impossible for me to create a derivative work by infiltrating a fake copy into Simon’s system. If I only knew the number… I could adopt a copy (e.g. L-23) and take it on a virtual journey around the world. L-23 would become the most famous LOST book within a few hours. Tomorrow I would go to Heidelberg, steal a LOST documentation and print my number of L-23 on it. And if the real (?) finder of L-23 tries to register his copy, it will be obvious that he is the counterfeiter.

LOST

January 13, 2007

La vie

Filed under: Logbuch — swann @ 6:34 pm

… est un long fleuve tranquille

rhein2.jpg

December 28, 2006

Fluss

Filed under: Logbuch — swann @ 8:24 pm

Das Leben ist ein langer ruhiger…

rhein.jpg

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